Scams und andere Betrügerein

Fallen von A-Z

Bitcoin Scams: Betrugsmaschen von A bis Z

Betrüger sind kreativ, wenn es darum geht, anderer Menschen Erspartes zu stehlen. Sie greifen auf wilde Tricks zurück, und scheuen oft keinen Aufwand, um ihre Opfer in fadenscheinige Investments zu locken, an ihre Zugangsdaten zu kommen oder sie schlichtweg zu erpressen.

Die folgende Listung führt dir typische Bitcoin Betrugsmaschen vor und hilft dir dabei, einen Scam zu erkennen, bevor du auf ihn hereinfallen kannst.
1. Bitcoin Erpressung

Bitcoin Erpressung

Erpresserische E-Mails, in denen zum Beispiel behauptet wird, jemand habe Daten über dich gesammelt, sind leider keine Seltenheit. Bei diesem beliebten Bitcoin Scan wird oft mit der Veröffentlichung sensibler Informationen gedroht.

Ebenfalls häufig sind Mails, in denen behauptet wird, dein Computer sei gehackt und werde vom Angreifer ferngesteuert. Solche Bitcoin Erpressungen gibt es in der jüngeren Vergangenheit immer häufiger.

Die Angreifer fordern dich auf, Bitcoin auf ihr Wallet zu überweisen, und drohen andernfalls Konsequenzen an. Solche E-Mails solltest du unbedingt ignorieren. Es sind Bitcoin Spam Mails, hinter denen in aller Regel nichts steckt.
2. Fake Bitcoin Börsen

Bitcoin Börsen scamUm Kryptowährungen zu kaufen, führt kaum ein Weg an der Börse vorbei. Allerdings gibt es Börsen, die gar nicht wirklich existieren.

Diese fake Bitcoin-Börsen locken mit besonders günstigen Preisen und versprechen, dass du über sie besonders schnell und unkompliziert an deine Bitcoin gelangst.

Beim Bitcoin Kaufen solltest du dich darum an Börsen halten, die halten, was sie versprechen, und Angeboten misstrauen, die zu gut sind um wahr zu sein. Sonst fällst du womöglich auf einen Bitcoin Fraud (Bitcoin-Betrug) bzw. Bitcoin Scan herein.
3. Krypto Giveaways

Krypto GiveawaysEbenfalls keine Seltenheit sind beim Bitcoin Scam vermeintliche Giveaways, in denen Scammer behaupten, dass im Rahmen einer Marketingaktion Kryptowährung verschenkt werden würde.

In diesem Bitcoin Fraud fordern die Scammer dich auf, einen kleinen Bitcoin-Betrag zu überweisen, um deine Identität zu bestätigen.

Oft nutzen sie dabei Fake-Accounts, die denen der Unternehmen zum verwechseln ähnlich sehen. Solche Angebote solltest du unbedingt auf der Stelle der Plattform melden, auf der du auf sie triffst, um andere Nutzer vor Schaden zu bewahren.
4. Identitätsdiebstahl

IdentitätsdiebstahlAndere Personen zu imitieren ist im Internet leicht. Oft genügt dafür schon ein Name sowie ein Profilfoto, das ganz schlicht übernommen wird. Richtiggehender Identitätsdiebstahl geht noch einen Schritt weiter.

Sobald die Angreifer über genügend persönliche Daten verfügen, geben sie Bestellungen im Namen des Betroffenen auf oder schließen sogar Verträge ab.

Der dabei entstehende Schaden kann gewaltig sein. Um an die benötigten Informationen zu gelangen, versprechen die Angreifer zum Beispiel Geschenke und fordern ihre Ziele dazu auf, ihre Daten wie die Adresse sowie ein Geburtsdatum preis zu geben.

Schützen kann man sich, indem man niemals darauf reagiert, wenn einem jemand Fremdes unverhofft ein schickes Geschenk verspricht – und generell vorsichtig damit ist, wo man welche persönlichen Daten hinterlässt.
5. Malware

MalwareAls Malware werden kleine Programme bezeichnet, die sich oft unbemerkt über Spam-Mails oder schädliche Webseiten auf den Computern ihrer Empfänger einnisten. Manche Malware-Programme sind in der Lage, Transaktionen zu manipulieren.

Wer zum Beispiel ein Browser-Wallet benutzt, sollte darum doppelt und dreifach prüfen, ob die Empfängeradresse bei einer Transaktion stimmt – denn die kleinen Programme ändern die Adressen in den Eingabemasken oft unbemerkt. Vorsicht vor diesem Krypto Scam!
6. Persönliche Treffen

Persönliche TreffenEigentlich eine smarte Idee: Statt sich bei einer Börse zu registrieren, könntest du deine Bitcoin auch von einer Privatperson kaufen. Doch Vorsicht:

Wenn du die Person nicht kennst, besteht die Gefahr, dass du in eine Falle läufst und vor Ort ausgeraubt wirst. Auf solche Treffen solltest du dich also nur einlassen, wenn du den Anbieter wirklich persönlich kennst.

Stattdessen könntest du nach Bitcoin-Stammtischen Ausschau halten. Auf diesen Veranstaltungen bist du von vielen Menschen umgeben und findest in der Regel jemanden, der seine Kryptowährungen vor Ort zum Verkauf anbietet.
7. Phishing E-Mails

Phishing e mailsPhishing-Mails wie zum Beispiel Bitcoin Spam Mails werden meist dazu verwendet, Passwörter zu erfahren. Oft werden die Empfänger aufgefordert, zum Beispiel ihr PayPal-Passwort zurückzusetzen. Dabei ist es nicht immer leicht, den Scammer gleich zu erkennen.

Es kann dir helfen, dir die Absenderadresse genauer anzusehen, nach ihr zu googlen oder den betreffenden Dienstleister direkt darauf anzusprechen. Am besten ist es, du reagierst auf solche Mails gar nicht.

Wenn du aufgefordert wirst, dein Passwort zu ändern, und du sichergehen willst, nichts falsch zu machen, verwende auf keinen Fall den Link aus der Mail. Besuche stattdessen die Webseite deines Anbieters und nehme die Änderung händisch vor.
8. Phishing Webseiten

Phishing Webseiten

Genau wie bei Phishing-Mails geht es auch bei Phishing-Webseiten darum, die Zugangsinformationen der Benutzer abzugreifen. Oft werden diese Webseiten von Phishing-Mails aus verlinkt. Häufig sind es annähernd perfekte Duplikate der offiziellen Unternehmenswebseiten.

Achte darum immer auf Unregelmäßigkeiten in der Webseiten-Adresse und vermeide so gut es geht Links, die du per E-Mail oder auf anderen Wegen von Dritten erhältst. Schon gar nicht solltest du Software installieren, wenn du dazu aufgefordert wirst.

Auch über Werbeanzeigen werden Phishing-Webseiten verbreitet. Hüte dich vor merkwürdig aussehenden Links und schau dreimal hin, bevor du deine Anmeldedaten auf einer Webseite einträgst.
9. Ponzi Schema

Ponzi Schema„Double your Bitcoin“, solche und andere verlockenden Versprechen gibt es im sogenannten Ponzi Schema. Beim Ponzi Schema wird Investoren garantierte Rendite bei einer Im-Voraus-Zahlung versprochen.

Das System gaukelt den Opfer vor, dass die ausgewiesenen Gewinne aus Produktverkäufen oder anderen Mitteln stammten. Tatsächlich sind die Geldquelle aber andere Investoren.

Profitieren können hier nur die Initiatoren, die restlichen Anleger verlieren üblicherweise ihr Geld. Finger weg, wenn irgendwo von „Double your Bitcoin“ oder „BTC Doubler“ die Rede ist.
10. Pump’n’Dump

Pump n Dump

Hinter der Pump’n’Dump-Methode stehen oft größere Gruppen, die versuchen, möglichst viele Menschen zu einem Investment in eine Kryptowährung zu überreden, indem sie zu wissen behaupten, wie sich der Kurs verhalten wird.

Auf diese Weise soll der Kurs der Währung künstlich gesteigert werden, so dass die Hintermänner und -frauen ihre Anlagen gewinnbringend abtreten können. Die geköderten Investoren hingegen verlieren.

Niemand kann den Kursverlauf einer Kryptowährung zuverlässig voraussagen. Wenn es jemand behauptet, solltest du dich von ihm distanzieren.
11. Schneeballsystem

SchneeballsystemUm dich einer Investorengruppe anzuschließen wirst du aufgefordert, eine Beitrittsgebühr zu bezahlen. Weiterhin sollst du möglichst viele weitere Investoren werben. Für jedes neue Mitglied erhältst du eine Belohnung.

Jeder soll dem, der ihn geworben hat, Anteile auszahlen für jedes neue Mitglied, dass er wiederum selber wirbt. Je mehr es werden, desto höher werden also theoretisch die Abgaben, die du regelmäßig erhältst, und je früher du einsteigst, desto höher dann dein Gewinn. Richtig? Falsch!

Diese Schneebälle lösen Lawinen aus, die irgendwann ein Tal erreichen, in dem sie schallend auseinanderbersten. Denn früher oder später findet sich bei solchen auf exponentielles Wachstum aufgebauten Systemen keine neuen Mitglieder mehr.

Spätestens dann gehen die neueren Investoren leer aus. Schneeballsysteme gibt es bereits seit Jahrzehnten, sie sind in den meisten Staaten aus guten Gründen strengstens verboten. Mit Schneeballsystemen haben Betrugsopfer auch schon im Darknet Erfahrungen gemacht.
12. Ransomware

RansomwareAls Ransomware wird eine Software bezeichnet, die den Zugriff auf einen Computer oder ein anderes Gerät teilweise oder vollständig blockiert, bis der Betroffene ein Lösegeld bezahlt. Ransomware-Angriffe auf britische Hospitäler machten Anfang vergangenen Jahres Schlagzeilen.

Wer von einer solchen Bitcoin Erpressung betroffen ist, kommt ohne die Hilfe eines Profis nicht weiter. Damit es gar nicht erst so weit kommt, halte dich an unsere in den vorherigen Punkten gegebenen Ratschläge: Klicke keine Links an, die von Absendern stammten, die du nicht kennst.

Gebe deine persönlichen Daten niemals auf Webseiten an, wenn du dir nicht absolut sicher bist, wem sie gehören. Und vermeide es unbedingt, dir nicht bekannte Software auf deinem Rechner zu installieren, insbesondere solche, die Administratoren-Rechte verlangt.
13. Scam-Coins

SCAM CoinsScam Coins sind Altcoins, die versuchen Anlegergelder einzusammeln, ohne die Absicht zu haben, ein Geschäft aufzubauen, von dem die Anleger profitieren könnten. Es geht ihnen ausschließlich darum, Anleger von einem Investment zu überzeugen.

Wer hier investiert, sieht sein Geld garantiert niemals wieder. Besonders im ICO-Segment solltest du vorsichtig sein und genau überprüfen, ob es ein valides Whitepaper gibt, ob sich die Gründer transparent vorstellen, ob es echte Partnerschaften zu anderen Unternehmen gibt, und welche Sicherheiten dir gegebenenfalls geboten werden.

Sei dir dessen bewusst, dass sich ein Hype auch künstlich erzeugen lässt. Vereinzelt stehen selbst populäre Kryptowährungen wie OneCoin bei Experten im Verdacht, Krypto Scams zu sein.

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